Stadt4tel im April

Natürlich Radeln!
Die Sonne scheint Leute! Nun heißt es wieder: Es geht auch ohne Auto. Dabei supportet jetzt der Mainzer Bioladen „Natürlich“ aus der Neustadt alle Interessierten. Zusammen mit „Elma“ dem Lastenradleihsystem in Mainz werden die Transporträder kostenfrei zur Verfügung gestellt. Egal, ob ihr einen größeren Einkauf nach Hause bringen oder einen Ausflug mit zwei kleinen Kindern ins Umland machen wollt, dazu sind Lastenräder wie geschaffen. Sie sind ökologisch sinnvoll, schnell und nützlich aber auch spaßig und gesundheitsfördernd. Partner des aktiven Mainzer Bioladens ist der VCD, der am 13. März Geschäftsführer Mirko Krpic und seinem Team das Rad übergeben hat. Damit nicht genug: Das natürlich-Team jubelt über zwei frische Silberurkunden für die hervorragende Beratung und die freundliche Atmosphäre! Bei der Leser:innenwahl durch „Schrot und Korn“ nahmen über 2.500 Bioläden teil. Leihe Lastenrad: lastenrad-mainz.de, natürlich: bioladen-natuerlich.de
Bimmel-Gewimmel
Mainz ist eine Straßenbahnstadt. Während sich in Villa Wiesbaden noch der Verkehr staut fahren Mainzer:innen mit der Straßenbahn bald die Rheinallee entlang. Einige betroffene Ortsbeiräte und am 9. April der Stadtrat müssen noch formal zustimmen. Der Baubeginn ist für 2029 taxiert. So soll die Trassenführung laut Beschlussvorlage wie folgt laufen: „Vom Schillerplatz über die Ludwigsstraße, Schusterstraße, Flachsmarktstraße und die nördliche Große Bleiche an die Peter-Altmeier-Allee und im Anschluss über die Rheinallee bis zum Kaiser-Karl-Ring. Bestandteil der Variante ist die Spange über Nahestraße/Goethestraße.“ Geprüft wird zudem ein teilweise oberleitungsfreier Betrieb, denn der Fortschritt macht auch hier nicht halt. Der in die Beschlussvorlage gegossenen Planung sind in den vergangenen Jahren Bürgerbeteiligungsverfahren vorausgegangen. Der Beschluss fußt auf breiter Zustimmung der Mainzer Bevölkerung.
Heiße Sache
Zusammen mit dem norwegischen Unternehmen Green Mountain baut die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG ein riesiges Rechenzentrum in der am Mainzer Rheinufer gelegenen Ingelheimer Aue. Auf einer Grundstücksfläche von 25.000 Quadratmetern entstehen drei Gebäude, die zukünftig auf 18.000 Quadratmetern unbebautem Gelände 80 Megawatt Gesamtleistung beherbergen. Die Standortvorteile sind zum einen die strategische Nähe zum Frankfurter Internetknoten DE – CIX (Deutsche Commercial Internet Exchange) und zum anderen die optimale Lage auf der Ingelheimer Aue, wo die Kraftwerke zur Sicherung der Strom- und Notstromversorgung dienen. Der erste Bauabschnitt soll im ersten Quartal des kommenden Jahres fertig gestellt werden. Strom kommt von den KMW, gekühlt wird das Rechenzentrum mit Rheinwasser wobei die Abwärme, immerhin kalkuliert mit 60 Megawatt in das Mainzer Fernwärmenetz eingespeist wird. Infos: kmw-ag.de
Foto: ArnoldReinhold, Public domain, via Wikimedia Commons
Rhönradmetropole Wiesbaden
Diese News begeistert die Sportwelt! Wiesbaden hat sich die Austragung der Rhönradweltmeisterschaften 2028 gesichert. In einem heißen Bietergefecht in Genf setzte sich Wiesbaden gegen so namhafte Städte wie Shanghai, Sydney, New York oder das nordosthessische Rupsroth-Hilders durch. OB Mende zeigte sich sehr zufrieden. „Zwar mussten wir große Teile des Kultur- und Sozialhaushaltes wegkürzen, aber wir sind der festen Überzeugung, dass wir sportlich die Stadt in eine neue Ära befördern werden.“ Mindestens 24 Millionen Euro verlangte der Weltverband für die Zusage, weitere 192 Millionen soll die geplante Mega-Fusions-Rhönradarena (Baubeginn Herbst 2025) auf dem Dernschen Gelände kosten. Damit endet auch der Streit um die Verelendung es Innenstadtfiletstückes, das seit Jahren unbebaut dahin schlummert. Zudem erhält Wiesbaden für 12 Jahre die Namensrechte! Solange wird das Rhönrad weltweit offiziell als Taunusrad geführt.
Foto: Fortepan / Konok Tamás id, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons